Urban Farming ist die Zukunft
Urban Farming oder City Farming steht für den Anbau von Gemüse und Kräutern, in einem urbanen, städtischen Umfeld. Also nicht, wie es die meisten von uns kennen in einem Gewächshaus oder auf dem freien Feld .
Die Vorteile von urban Farming sind endlos. Es werden keine Pestizide verwendet und die Pflanzen werden direkt bei dem Verbraucher angebaut. Frischer geht es nicht! Dadurch wird viel Geld und Energie bei Transport- und Lagerkosten gespart. Das meiste im Laden gekaufte Gemüse hat Tausende von Kilometern zurückgelegt, bevor es zum Verkauf angeboten wird. Üblicherweise wurden sie die ganze Zeit über gekühlt gelagert, was sich wiederum auf die Umwelt und auch die Frische der Ware auswirkt.
20 Jahre Erfahrung mit Indoor-Anbausystemen
Pflanzen in einem geschlossenen Raum anzubauen ist eine Disziplin, die wir durch viele Versuche und Irrtümer gemeistert haben. 20 Jahre Entwicklung, Herstellung und Erprobung von Growboxen haben zu einem enormen Wissensschatz geführt. Mit diesem Wissen und dieser Erfahrung können wir nun schnell einen Entwurf für einen Indoor-Stadtgarten realisieren, in dem ganzjährig Gemüse und Kräuter angebaut werden können. Das kann in einer Schule, einem Restaurant, einem Pflegeheim oder einem Container auf einem Parkplatz sein!
Neben dem Know-how, verfügen wir auch über eine eigene Werkstatt und ein breites Sortiment an technischer Gartenbauausrüstung. Wir können für unsere Kunden eine maßgeschneiderte Anbau-Installation entwerfen, und so jeden Ort in einen städtischen Gemüsegarten oder Urban Jungle verwandeln.
Dies kann an jedem gewünschten Ort und für jeden gewünschten Zweck erfolgen. Zum Beispiel in einer Schule, in der Pflanzen aus erzieherischen Gründen kultivieren wollen. Oder aus ästhetischen Gründen in einem Geschäft, als soziale Aktivität und Tagesbeschäftigung in einem Pflegeheim. Ein Restaurant, in dem die Köche selbst jene speziellen Pflanzen ernten, die es sonst nirgendwo gibt. Oder in einem komplett umgebauten Seecontainer, der dort abgestellt wird, wo vorübergehend Bedarf an frischem Gemüse besteht.
Anbau auf mehreren Etagen
Die meisten unserer Projekte sind etagierte Anbausysteme.
Durch die Verwendung mehrerer Etagen übereinander wird viel Anbaufläche pro verfügbarem Quadratmeter geschaffen. Die Systeme können verwendet werden, um Pflanzen in Töpfen mit Erde oder auch hydroponisch zu züchten, wobei in diesem Fall überhaupt kein Anbaumedium verwendet wird.
Nachhaltiger Wasser- und Stromverbrauch
Unsere Grow-Anlagen sind Umlaufsysteme, das heißt das jeder Wassertropfen, der nicht direkt von den Pflanzen aufgenommen wird, in einen Wassertank zurückgeführt wird, und den Pflanzen wieder als Nahrung angeboten wird.
Die energieeffizienten LED-Pflanzenlampen, die die Pflanzen mit Licht versorgen, geben wenig Wärme ab. Dadurch wird die Wasserverdunstung durch die Pflanzen auf ein Minimum reduziert.
Mit relativ geringem Stromverbrauch erzeugen diese LEDs genug Licht im richtigen Spektrum, um alle Arten von Gemüse und Kräutern ohne Zugabe von externem Sonnenlicht anzubauen. Dazu gehören die meisten Blattgemüse, Kräuter, aber auch essbare Blüten wie Oxalis (Dreiecksklee).
Diese Faktoren machen es möglich, jede ungenutzte Fläche als urbanen Garten zu nutzen. Solange es Wasser und Strom gibt.
Einfache Anwendung
Der vielleicht größte Vorteil unserer Systeme ist, dass sie einfach zu warten, zu reinigen und zu bedienen sind. Sie sind sehr „straight forward“ und haben keine komplizierte Steuerungssoftware oder andere Geräte, die nur von Fachleuten bedient werden können.
Die Einfachheit unserer Systeme ermöglicht es jedem, ein urbaner Gärtner zu werden. Selbstverständlich stehen wir Ihnen im Hintergrund jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.
Nachfolgend finden Sie die Beschreibung von 2 Projekten, die wir kürzlich abgeschlossen haben.
Restaurant Het Seminar
Anfang Dezember 2021 haben wir den ersten Teil dieses Urban Farming Projekts im Keller des Restaurants „Het Seminar“ in Zenderen, Niederlande, realisiert. Das Restaurant „Het Seminar“, ist im Besitz eines grünen Michelin-Sterns, und hat es sich zum Ziel gesetzt 100 % autark zu werden. Neben eigenen Weiden, Gemüsegärten und Permakultur gibt es jetzt auch einen Indoor-Garten.
Der erste Teil besteht aus 10 m2 Anbaufläche, verteilt auf 2 Etagen, für den Anbau von Blattgemüse und Kräutern. Der Aufbau besteht aus einem Palettenregal, in dem 10 Pflanzschalen von 140 x 70 x 15 cm platziert werden. Diese werden aus einem Wassertank kontinuierlich mit Wasser/Nährlösung bis zu einem Füllstand von ca. 5 cm befüllt. Bei der Hydrokultur hängen die Pflanzen direkt mit ihren Wurzeln im Wasser. Es werden keine Erde oder andere Wachstumsmedium benutzt. Bei der Beleuchtung haben wir uns für 18 Stück 80 Watt LED Growbars entschieden. Die gesamte Installation verbraucht 1440 Watt für die Beleuchtung. Zusätzlich werden etwa 300 Watt Strom durch Pumpen und Lüftungsanlagen verbraucht.
Im Februar 2022 wurden wir gefragt, einen zweiten Urban Garden zu bauen. Diesmal für den Anbau von Tomaten und Paprika. Nachdem der Anbau in Hydrokultur sehr gute Ergebnisse brachte, wurden wir gebeten, auch diesmal wieder eine Hydrokultur-System zu nutzen.
Diesmal haben wir quadratische PVC-Rohre verwendet, die 150 cm lang sind. Insgesamt 7 Stück. Um den gleichen “Look” wie beim ersten Aufbau zu erzielen, haben wir wieder ein Palettenregal verwendet, um die Rohre darin zu platzieren. Auch hier stehen die Pflanzen in Korbtöpfen, die mit zwei Wassertanks für die Wasserversorgung und -entwässerung verbunden sind.
Da Tomaten- und Paprikapflanzen recht groß werden können, benutzen wir nur eine Etage. Der Anbau von blühenden, fruchttragenden Pflanzen benötigt deutlich mehr Licht als der Anbau von Blattgemüse und Kräutern. Deshalb musste auch die Beleuchtung angepasst werden. In diesem Tomaten Grow Rack mit ca. 3,4 m2 Fläche kommen 4 LED Grow Lights mit je 250 Watt Leistung zum Einsatz. Pro m2 gibt es also 294 Watt Beleuchtung über den Tomaten. Zum Vergleich: Über dem ersten Anbausetup für Blattgemüse sind es 144 Watt pro m2.
Die im Tomatenarrangement verwendeten Lampen sind dimmbar. Dadurch kann in der Anfangsphase, wenn die Pflanzen noch klein sind und weniger Lichtbedarf haben, weniger Licht ausgebracht werden. Auch das spart Energie.
Zwischen der Lieferung des ersten und zweiten Teils des Indoor-Gartens liegen etwa zwei Monate. Als wir den zweiten Teil installierten, stand der erste Teil bereits in voller Blüte und die Köche kamen ständig vorbei, um frische Salate und Kräuter zu ernten.
Containerprojekt Weesp
Unsere Werkstatt in Weesp verfügt seit einigen Jahren über einen 10-Fuß-Seecontainer, den wir in eine Mini-Urban Farm umgebaut haben. Im Laufe der Zeit haben wir hier eine große Vielfalt an Blattgemüse, Kräutern, Sprossen und essbaren Blumen angebaut. Zu viele, um sie zu erwähnen! Das Urban Farming im Container und die kontinuierliche Verbesserung des Containers selber, hat uns sehr viel Wissen und Erfahrung im Aufbau und Betrieb von Urban Farming Anlagen eingebracht. Außerdem haben wir in der ganzen Zeit kaum Geld beim Gemüsehändler ausgegeben.
Um die Temperatur konstant zu halten, ist der Container mit einer Wärmepumpe ausgestattet und mit PIR-Sandwich-Paneelen isoliert. Die Wärmepumpe kann sowohl kühlen als auch heizen. So können Sie immer die perfekte Temperatur für ein optimales Pflanzen-Wachstum einstellen. Theoretisch kann der Container also überall aufgestellt werden, wo es einen Wasser- und Stromanschluss gibt.
Entlang der Wände des Containers wurden Regale mit 4 Etagen aufgestellt. 16 Grow-Trays mit Deckel werden darin platziert. Innerhalb der Grow-Trays von 70 x 140 cm wird eine Wasserschicht mit Nährstoffen herumgepumpt. Die Pflanzen selbst werden in Gittertöpfen gestellt, die wieder in Löcher in den Deckeln des Grow-Trays gesteckt werden. Die Wurzeln wachsen so direkt in der Nährlösung, und sind so optimal versorgt.

Die Grundfläche dieses Containers beträgt nur 7 m2. Mit einem Anbausystem auf 4 Etagen wurden nicht weniger als 16 m2 Anbaufläche realisiert. Die Wassertanks, die Wärmepumpe und ein Weg zum Arbeiten sind alle in den Container von (L x B x H): 2,99 x 2,44 x 2,59 Meter eingebaut.
Neben Wasser und Nährstoffen brauchen Pflanzen Licht. Dies kommt von 48 x 42 Watt LED-Growlights, die an der Unterseite jedes Regals der Grow-Racks montiert sind.
Die hier verwendeten LED-Lampen eignen sich für den Anbau von Blattgemüse und Kräutern.





























